So funktioniert das Annuitätendarlehen
Bei einem Annuitätendarlehen zahlen Sie jeden Monat die gleiche Rate. Sie setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen: Zunächst werden die Zinsen auf die aktuelle Restschuld beglichen, der Rest tilgt das Darlehen. Weil die Restschuld mit jeder Rate kleiner wird, sinkt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt. Dadurch wird das Darlehen schneller zurückgezahlt, als die anfängliche Tilgung vermuten lässt.
Die Rate ist der Darlehensbetrag mal der Summe aus Sollzins und anfänglicher Tilgung, geteilt durch zwölf. Bei 300.000 € zu 3,5 % Sollzins und 2 % Tilgung ergibt das 1.375,00 € im Monat. Nach 10 Jahren Zinsbindung beträgt die Restschuld 228.284 €, und das Darlehen ist bei gleichbleibendem Zins nach 29 Jahren vollständig getilgt.
Mit derselben Engine berechnet wie der Rechner oben. Die Zinsen werden monatlich auf den Cent gerundet.
Wie die Tilgung die Laufzeit verändert
Je höher die anfängliche Tilgung, desto höher die Rate – aber desto kürzer die Laufzeit, desto weniger Zinsen und desto kleiner die Restschuld am Ende der Zinsbindung. Für 300.000 € zu 3,5 %:
| Anfängliche Tilgung | Monatliche Rate | Restschuld nach 10 Jahren | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| 2 % | 1.375,00 € | 228.284 € | 29 Jahre |
| 3 % | 1.625,00 € | 192.426 € | 22 Jahre 2 Monate |
| 4 % | 1.875,00 € | 156.567 € | 18 Jahre |
Welcher Tilgungssatz zu Ihrer Situation passt, hängt von Budget und Zinsniveau ab. Unser Ratgeber welcher Tilgungssatz ist sinnvoll geht die Abwägung durch.
Restschuld und Zinsbindung
Der Sollzins ist nur für die Dauer der Zinsbindung festgeschrieben. Danach bleibt in der Regel eine Restschuld, die zu dann gültigen Konditionen weiterfinanziert werden muss – das ist das Zinsänderungsrisiko. Mit einer höheren Tilgung oder mit Sondertilgungen verkleinern Sie die Restschuld. Der Anschlussfinanzierungs-Rechner zeigt, wie sich Ihre Rate verändert, wenn die Zinsbindung endet, und der Sondertilgungsrechner rechnet Sondertilgungen durch. Mehr dazu im Ratgeber Restschuld nach der Zinsbindung.
So rechnet dieser Rechner
Die Zinsen pro Monat sind die Restschuld mal dem Sollzins geteilt durch zwölf, auf den Cent gerundet. Die feste Rate deckt zuerst die Zinsen, der Rest tilgt. Die Restschuld nach der Zinsbindung ist der Betrag, der am Ende des festgeschriebenen Zeitraums noch offen ist. Gebühren, Bereitstellungszinsen und Versicherungen sind nicht enthalten. Die vollständige Methode steht unter So rechnen wir.
Weitere Rechner und Ratgeber
- Sondertilgungsrechner: wie Sondertilgungen Laufzeit und Zinsen senken, inklusive Freibetrag.
- Anschlussfinanzierungs-Rechner: Ihre Rate nach dem Ende der Zinsbindung.
- Welcher Tilgungssatz ist sinnvoll?
- Restschuld nach der Zinsbindung.
Häufige Fragen
Wie wird die monatliche Rate berechnet?
Bei einem Annuitätendarlehen ist die Rate der Darlehensbetrag mal der Summe aus Sollzins und anfänglicher Tilgung, geteilt durch zwölf. Bei 300.000 € zu 3,5 % Sollzins und 2 % Tilgung sind das 300.000 € × 5.5 % / 12 = 1.375,00 €. Die Rate bleibt gleich; mit sinkender Restschuld fällt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt.
Was ist die Restschuld nach der Zinsbindung?
Die Restschuld ist der Betrag, den Sie am Ende der Sollzinsbindung noch schulden und der dann neu finanziert werden muss. Im Beispiel bleiben nach 10 Jahren Zinsbindung noch 228.284 € offen. Je höher die anfängliche Tilgung, desto kleiner die Restschuld.
Welchen Tilgungssatz sollte ich wählen?
Das hängt von Ihrem Budget und dem Zinsniveau ab. Eine höhere Tilgung bedeutet eine höhere Rate, aber eine kürzere Laufzeit, weniger Zinsen insgesamt und eine kleinere Restschuld. Bei 300.000 € zu 3,5 % dauert die Rückzahlung mit 2 % Tilgung 29 Jahre, mit 4 % nur 18 Jahre. Unser Ratgeber geht die Wahl durch.
Ist der Sollzins dasselbe wie der Effektivzins?
Nein. Der Sollzins ist der reine Zinssatz, aus dem die Rate berechnet wird. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich bestimmte Kosten des Darlehens und ist deshalb etwas höher. Dieser Rechner arbeitet mit dem Sollzins, wie er die Rate bestimmt. Gebühren sind nicht enthalten.
Was ist ein Volltilgerdarlehen?
Bei einem Volltilgerdarlehen entspricht die Zinsbindung der gesamten Laufzeit: Am Ende der Zinsbindung ist das Darlehen vollständig getilgt und es bleibt keine Restschuld. Dafür ist die Tilgung und damit die Rate höher. Wenn die berechnete Laufzeit kürzer oder gleich Ihrer Zinsbindung ist, zeigt der Rechner „keine Restschuld".
Nur zur Information und für Schätzungen, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindlich sind die Zahlen Ihrer Bank. Siehe So rechnen wir.